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09.07.2015

»Was bin ich?« (50) mit Maria Simon

Am 8. Juli feierten wir 50. Ausgabe der Erfolgsshow »Was bin ich?« open air auf Schloss Heidecksburg. In der Kulisse der Sommertheaterbühne traf Moderator Roberto Lembke alias Steffen Mensching auf sein Ebenbild. Als Stargast wurde Schauspielerin Maria Simon begrüßt, die einige Titel mit ihrer Band zum Ausklang spielte. Zum krönenden Abschluss gab es für alle Besucher eine große Torte und ein Glas Sekt. Die Bilder sehen Sie hier.

Im Interview mit Maria Simon

09.07.2015

In der letzten und zugleich 50. Ausgabe der beliebten Rateshow »MMM-Was bin ich?« für diese Spielzeit trafen wir im Interview auf die Schauspielerin Maria Simon.


Was haben Sie heute gemacht?

Ich habe mich heute früh leider mit einigen männlichen Mitgliedern meiner Familie gestritten. Früh ist es bei uns immer ziemlich kritisch – wir leben schließlich auch zu sechst. Das beschäftigt mich schon den ganzen Tag.

Wo kommen Sie gerade her?
Aus dem schönen Hotel Marienturm, das im Hügel versteckt liegt. Man hat einen wundervollen Blick auf die Stadt. Das Essen ist auch sehr gut dort.

Waren Sie schon einmal in Rudolstadt?
Nein.

Was ist Ihnen bei der Ankunft als Erstes aufgefallen?
Frau Stern.

Wobei vergessen Sie die Zeit?
Ich begrüße jeden Moment, in dem ich die Zeit vergessen kann, denn diese sind selten. Man lebt immer in einer festen zeitlichen Struktur. Diese kann ich beispielsweise beim Schlafen, Aikido, der Musik oder Arbeit hinter mir lassen.

Wann platzt Ihnen der Kragen?
Das geht schnell, vor allem zu Hause. Meine Jungs und mein Mann können mich – besonders morgens – ganz schön ärgern. Daran muss ich definitiv noch weiter arbeiten.

Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht das geworden wären, was Sie jetzt sind?
Hebamme.

Was lieben Sie an ihrem Beruf?
Es geht dabei für mich um Wahrhaftigkeit und danach strebe ich. Ich liebe an meinem Beruf, wenn er gut läuft. Meine Arbeit ermöglicht es mir viel zu philosophieren und Dinge in Frage zu stellen. Allerdings liebe ich es auch, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen.

Würden Sie etwas an Ihrem Leben ändern?
Ich würde zunächst alle Spiegel abschaffen, damit man sich nicht ständig im Spiegel anschaut. Es wäre auch schön, mehr aus dem Moment heraus zu leben, denn das geht derzeit leider nicht. Meinen Garten würde ich auch gern voran bringen und anstatt drei Zucchini zwanzig ernten. Ich hätte auch gern ein großes Sprachrohr und die Kraft, viele Menschen dazu bewegen zu können, sich mehr gemeinschaftlich zu bewegen.

Was war Ihre letzte gute Tat?
Man versucht immer Gutes zu tun, doch das gelingt nicht immer. Ich habe das Gefühl, wenn ich unsere Musik spiele, trage ich einen kleinen Teil zum Weltfrieden bei.

Was würden Sie Kindern heute auf den Weg geben?
Kinder in der heutigen Zeit haben andere Aufgaben, als wir es hatten. In der Schule werden sie nicht gut genug auf das Leben danach vorbereitet. Ich finde es wichtig, dass sie in der Lage sein sollten, sich auch allein zu versorgen.

 

Das Gespräch führte Lisa Stern

»Der falsche Don Juan« begeistert in Bad Lobenstein

08.07.2015

Am vergangenen Wochenende sind auch die Bad Lobensteiner in den Genuss unseres Sommertheaters »Der falsche Don Juan« gekommen und die ausverkaufte Vorstellung im Kurpark begeisterte das Publikum. 

Eine Besonderheit hatte das Gastspiel – Johannes Geißer, der die Titelfigur »Don Juan« spielt, fiel kurzfristig aus und so schlüpfte Steffen Mensching in die schrille Rolle des spanischen Edelmanns. Lesen Sie hier den Artikel der Ostthüringer Zeitung zum Gastspiel.

Auch die letzen Vorstellungen auf der Heidecksburg werden mit einer Umbesetzung stattfinden. Am 10. und 11. Juli ist Romy Marienfeld in der Rolle des Don Juan zu sehen.

Hotel Hoffnung

07.07.2015

Das diesjährige Schillerprojekt verbindet Lebensgeschichten, Träume und Hoffnungen von 29 Jugendlichen aus Rudolstadt und der Gemeinschaftsunterkunft Saalfeld-Beulwitz und lässt sie in einen kreativen Dialog treten.

Wäre ich ein anderer, wenn ich nicht in Rudolstadt aufgewachsen wäre, sondern in Kabul, Aleppo oder Skopje? Werde ich zu jemand anderem, wenn mein Bett plötzlich in einem Land steht, dessen Sprache ich nicht spreche? Und was heißt es überhaupt, heutzutage in einer Welt aufzuwachsen, die gleichzeitig immer enger zusammenwächst und weiter auseinanderdriftet?

Im den ehemaligen Einzimmerwohnungen eines Wohnblocks im Erich-Correns-Ring in Rudolstadt-Volkstedt-West errichten Schüler*innen aus vier Nationen einen Transit-Ort, der sich mit den Themen Flucht und Ankommen auf unterschiedliche künstlerische Weise auseinandersetzt. Mit kurzen theatralen Interventionen, Monologen, Filmen und Hörbeispielen wird die jeweilige Lebenswirklichkeit der Jugendlichen und der Zuschauer auf den Kopf gestellt. Ergänzt durch Passagen zum Thema Flucht aus Friedrich Schillers Gesamtwerk, vermischt sich die Rudolstädter Realität mit den Geschichten und Erfahrungen der jugendlichen Flüchtlinge zu einer Neu-Erzählung unserer Gegenwart. Hoffnungen treffen auf Klischees, Stereotype vom jeweils „anderen“ auf Träume von einer gemeinsamen Zukunft.

Was kann ich vom anderen wissen? Was passt alles in einen Koffer, wenn ich nur fünf Minuten Zeit habe, meine Sachen zu packen? Sprechen Jugendliche von heute nicht eigentlich alle dieselbe Sprache?

Den Abschluss der Vorstellungen bildet ein gemeinsames Essen aller Beteiligten sowie interessierter Anwohnerinnen und Anwohner. Als Geste der Offenheit soll so ein Raum für Begegnung und Austausch entstehen – ganz im Sinne Schillers, der 1799 in seinem „Wallenstein“ schrieb: „Wer nichts waget, der darf nichts hoffen.“

 

TERMINE:

7. Juli, um 19 Uhr
8. Juli, um 19 Uhr
9. Juli, um 11 Uhr

Die Veranstaltung findet im Erich-Correns-Ring 2, Rudolstadt-Volkstedt statt.

 

Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter 0 36 72 – 48 64 00 oder kultur@rudolstadt.de

Ein Projekt der AWO Rudolstadt in Kooperation mit der Stadt Rudolstadt, der  Friedrich-Adolf-Richter-Schule der AWO Rudolstadt, dem Theater Rudolstadt und dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 

Konzert zum TFF

02.07.2015

Auch zum diesjährigen TFF geben die Thüringer Symphoniker wieder ein Konzert. Zusammen mit dem sizilianischen Sänger Pippo Pollina am Piano werden sie morgen, den 3. Juli, um 22 Uhr auf der Heidecksburg zu erleben sein.

Bekannt wurde der Liedermacher in Deutschland mit Musik gegen Rassismus, die er gemeinsam mit Konstantin Wecker sang. Überhaupt scheut Pippo Pollina keine konkreten Aussagen: Er wendet sich gegen die Mafia, unterstützt den Kampf gegen AIDS oder veröffentlicht ein Album mit »Liedern über die Heimat in der Fremde«.

Hier erfahren Sie mehr zum Konzert.