Aktueller RSS-Feed Ihres Theaters in Rudolstadt. Ihr Theater Rudolstadt auf facebook. Ihr Theater Rudolstadt auf YouTube.

Ich bin wie du

30.01.2015

Die Fotoausstellung »Leben braucht Vielfalt!« der Stuttgarter Fotografin Conny Wenk ist ab sofort in der KulTourDiele zu bestaunen.

Matthias Biskupek, Vorsitzender des Theaterfördervereins, Simone Hübner aus dem Vorstand der Lebenshilfe Saalfeld-Rudolstadt sowie Ulrike Lenz, Theaterpädagogin und Dramaturgin eröffneten am heutigen Abend die Schau. Auf eindrucksvollen Portraits werden Menschen gezeigt, die wie alle anderen sind und doch unterscheidet sie eine Kleinigkeit. Die Kinder auf den Bildern haben das Down -Syndrom (Trisomie 21).

Nur wenige Tage nach der Ausstellungseröffnung feiert am 5. Februar um 18 Uhr »Patricks Trick« Premiere im theater tumult. Das Jugendstück erzählt die Geschichte des 11-jährigen Patrick, der erfährt, dass sein noch ungeborener Bruder Trisomie 21 haben wird. Trotz aller Schwere des Themas räumt das Stück dabei humorvoll mit manch einem Klischee auf und wirft einen mutigen Blick auf das Leben mit Handicaps.

Vom fleißigen und faulen Mariechen

26.01.2015

Das gestrige 3käsehoch im Großen Haus kann man gut und gerne als ausverkauft bezeichnen. Zahlreiche Kinder sind gekommen, um mit Steffen Mensching das Märchen der Frau Holle spielerisch nachzuerzählen.

Mit tollen Requisiten und einem fast echten Apfelbaum fühlten sich die Kinder schnell ins Reich der Frau mit den langen Zähnen versetzt. Das Goldmariechen wollte natürlich jedes kleine Mädchen gern sein. Doch auch die Rolle der Frau Holle war beliebt. Eine neue Gelegenheit bekommen Kinder ab 5 Jahren am 1. März, wenn es wieder heißt "Bühne frei!" zum nächsten 3käsehoch

Solist Enrico Casazza im Interview

17.01.2015

Der Violinist des Abends ließ es sich nicht nehmen, uns ebenfalls ein Interview zu geben.

Die Musikdramaturgin Johanna Muschong traf ihn gestern kurz vor der ersten Aufführung des 4. Sinfoniekonzertes »Harmonische Launen«.

 

Herr Casazza, wir sind sehr froh, Sie als Solist unseres 4. Sinfoniekonzert hier am Theater Rudolstadt begrüßen zu dürfen. Sie spielen auf einer Barockgeige - was ist das für ein Instrument? Von wem wurde es gebaut und was ist das Besondere daran?
Meine Geige wurde von Vincenzo Sannino, einem berühmten italienischen Geigenbauer des letzten Jahrhunderts erbaut, der nicht nur für die Klangqualität, sondern auch für die Qualität und Schönheit der verwendeten Materialien berühmt war. Für den Entwurf der Geige ließ er sich von den Instrumenten Antonio Stradivaris inspirieren. Die Geige ist mit blanken Darmsaiten bespannt. Auch der Bogen ist ein spezieller Barockbogen: er ist leichter als ein moderner Bogen.
Der besondere Klang der Barockgeige entsteht durch die Darmsaiten: diese sind weicher als die bei modernen Geigen verwendeten Stahlsaiten und sorgen für einen süßeren, zarteren Klang. Der leichte Barockbogen ermöglicht eine größere Artikulation in der Phrasierung. Der wichtigste Unterschied aber wird von dem Musiker selbst produziert, in dem er mit seinem Instrument das Augenmerk besonders auf die Artikulation und den mäßigen Einsatz von Vibrato richtet. 

 

Wie würden Sie den Klang einer Barockvioline beschreiben?

Ich stelle mir den Klang der Barockvioline hell und schön gerahmt vor, wie ein Gemälde von Caravaggio, wobei jedes Objekt durch die Form, das Licht und die Farben festgelegt wird.

Merkt man auch als Laie den Unterschied zu einer modernen Geige?
Der Zuhörer kann die verschiedenen Klangnuancen, die Klarheit der Artikulierungen und die Linearität des Klangs sicherlich durch das Vergleichen verschiedener Interpretationen oder Aufnahmen desselben Musikstückes hören und erfassen.

 

Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für »Alte Musik« entdeckt?

Schon immer. Ich war immer fasziniert von der Kraft der Harmonien, der starken Einbeziehung des Rhythmus und von der Möglichkeit, sich in die Launen und Stimmungen der »Alten Musik« einzufühlen.

Die Auseinandersetzung mit der historischen Aufführung- spraxis hat sich nach und nach entwickelt. Durch die Zusammenarbeit mit Musikern wie Goebel, Alessandrini, Biondi, Hogwood oder Dantone wurde ich zu einer immer intensiveren Beschäftigung damit angeregt. 

 

Sie haben die Konzerte Vivaldis schon viele Male gespielt, sowohl bei Aufnahmen als auch im Konzert – entdecken Sie trotzdem immer noch neue Facetten an den Werken?
Diese Werke enthalten immer noch all die Energie, die Kraft und das Überraschende, wie zu der Zeit, in der der Komponist sie geschrieben hat.

Es ist unsere Aufgabe, sie dem Publikum anzubieten, welches wiederum nach neuen Emotionen und Überraschungen sucht. Jedes Mal, wenn ich diese Werke spiele, ist es so, als ob sie etwas Neues wären, weil die Emotionen, die dabei entstehen, wieder neu sind.

 

Wie würden Sie das Konzert »Il favorito« RV 277 von Antonio Vivaldi beschreiben, das Sie bei uns spielen? Was ist das für eine Klangwelt? Gibt es den typischen »Vivaldi-Sound«?
Ja, ich denke, es gibt einen »Vivaldi-Sound«.

Und es ist leichter, sich diesen Sound vorzustellen, wenn wir uns das tägliche Leben in Venedig im achtzehnten Jahrhundert vorstellen, das von edlen und wichtigen Geschäftsleuten mit glitzernden und bunten Kleidern bevölkert ist, die durch die venezianischen Gassen spazieren. Auch die Musik von Vivaldi spielt mit luxuriöser Raffinesse und intensiver Leidenschaft. Herzzerreißende Momente und dramatische Erleichterung existieren nebeneinander, aber auch Ruhe und Frieden. 

Und am Ende beschließt Vivaldi sein Werk mit einem Gefühl der Akzeptanz von allem, was war. Ich identifiziere mich mit diesem Gedanken: Ich rufe mir Gefühle wieder ins Gedächtnis und versuche, meine Geschichte zu erzählen.

Dirigieren wird bei unserem Sinfoniekonzert ihr italienischer Kollege Gianluca Capuano – arbeiten Sie öfter zusammen? Gianluca Capuano ist ein fantastischer Musiker. Ich kenne ihn seit vielen Jahren und teile eine Menge aufregender Konzerterlebnisse mit ihm. Ich bewundere ihn für seine Leidenschaft, seine Vielseitigkeit und seine Kompetenz, die von der Musik des sechzehnten Jahrhun- derts bis zu zeitgenössischer Musik reicht.

 

Wohin geht Ihre Reise nach den beiden Konzerten in Rudolstadt?

Im Februar werde ich einige neue Entdeckungen Vivaldis aufführen und aufnehmen. Danach spiele ich in Mailand und Paris Werke von Hasse, Pergolesi und selbstverständlich – Vivaldi!

 

Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview und wünsche alles Gute für Ihre nächsten Konzerte!

 

Das Interview führte Johanna Muschong. 

 

 

4. Sinfoniekonzert »Harmonische Launen«

16.01.2015

Heute beginnt der musikalische Auftakt zum neuen Jahr mit einem Konzert der »Alten Musik«.

Die fachkundige Leitung übernimmt der Dirigent und Cembalist Gianluca Capuano, der als ausgewiesener Interpret »Alter Musik« gilt. Erleben Sie außerdem den italienischen Solisten Enrico Casazza an der Violine. Das 4. Sinfoniekonzert findet heute, den 16. Januar, um 19.30 Uhr im Meininger Hof statt.

Johanna Muschong, die Musikdramaturgin unseres Hauses, hatte das Vergnügen, ein Interview mit dem Gastdirigigenten Gianluca Capuano zu führen.

Herr Capuano, Sie sprechen deutsch - verraten Sie uns, wo Sie so gut Deutsch gelernt haben?

Schon als Kind habe ich deutsche Literatur und Musik geliebt. Obwohl ich in der Schule nur Englisch und Französisch hatte, habe ich auch nebenbei immer Deutsch gelernt und gelesen. Als ich erwachsen war und meinen Abschluss in Philosophie an der Universität Mailand gemacht hatte, hatte ich vor, in Deutschland zu promovieren. Deshalb habe ich zwei Jahre lang Philosophie-Seminare in Freiburg im Breisgau belegt. Dies konnte ich jedoch nicht zu Ende bringen, da ich immer mehr musikalische Verpflichtungen bekam.

Aufgrund Ihrer Sprachkenntnisse nehme ich an, dass das nicht Ihr erster Konzertauftritt in Deutschland ist…?

Ja, das ist richtig! Ich arbeite seit einigen Jahren regelmäßig in Deutschland, zum Beispiel mit dem bekannten Barockorchester Concerto Köln. Im Jahr 2014 war ich unter anderem bei den Schwetzinger Festspielen engagiert und an der Oper Köln habe ich eine Oper von J. A. Hasse dirigiert.

Sie haben Orgel, Komposition und Orchesterdirigieren studiert, kennen den Musikerberuf sozusagen von jeder Warte aus betrachtet. In Mailand gründeten Sie das Vokal- und Instrumentalensemble »Il canto di Orfeo«, das auf alten Instrumenten spielt – seit wann besteht Ihre Leidenschaft für »Alte Musik« und historische Aufführungspraxis?

Es war eine Art Eingebung nach Abschluss meines Orgelstudiums. Angeregt von den Begegnungen mit herausragenden Musikerpersönlichkeiten, begann ich, Literatur über Fragen der historischen Aufführungspraxis zu studieren. Dann hatte ich das Glück, in Mailand auf einer Orgel des großen deutschen Orgelbauers Jürgen Ahrend zu spielen – eine »Bach-Orgel«, die einzige in Italien. Schließlich hat meine Leidenschaft für Stimmen und Vokalmusik zur Gründung des Ensembles „Il canto di Orfeo“ geführt, mit welchem ich Musik von Monteverdi bis Mozart und auch zeitgenössische Werke aufführen. Erst letzte Woche hat mein Ensemble an der Mailänder Scala bei der Aufführung des Monumentalwerks »Die Soldaten« von Bernd Alois Zimmermann mitgewirkt.

Ihr italienischer Musikerkollege Enrico Casazza wird in unserem 4. Sinfoniekonzert als Solist an der Violine zu erleben sein. Auch er spielt auf einem besonderen Instrument, nämlich einer Barockgeige; inwiefern verändert sich für den Zuhörer die Musik beziehungsweise das Hörerlebnis, wenn auf historischen Instrumenten gespielt wird?

Ich bin froh, in Rudolstadt mit Enrico musizieren zu können. Er ist ein außergewöhnlicher Musiker, mit dem ich seit vielen Jahren zusammenarbeite.
Wenn die Musik vergangener Jahrhunderte auf »historischen« Instrumenten gespielt wird, verändert sich, würde ich sagen, die »Sprechweise« hin zu mehr Rhetorik. Alle Werke der vergangenen Jahrhunderte beruhen auf der Tatsache, dass sich die Instrumentalmusik auch an der Vokalmusik orientiert. Darmsaiten haben im Vergleich zu Stahlseiten bei Streichinstrumenten viele Nachteile. Sie verstimmen leicht und reagieren sehr empfindlich auf Temperatur und Feuchtigkeit. Aber sicher produzieren die Darmsaiten einen Klang, der näher an der menschlichen Stimme ist. Darüber hinaus klingen die alten Instrumente transparenter, so dass sie die Singstimme dynamisch ausgewogen begleiten können. Aber ich muss auch sagen, dass heute mehr und mehr moderne Orchester mit Neugier, Offenheit und Intelligenz einen »philologischen« Ansatz verfolgen und dies auch ohne den Einsatz von historischen Instrumenten gelingt.

Zusätzlich zu Ihrem Musikstudium haben Sie noch Philosophie studiert. Was hat Sie dazu bewogen?

Die Philosophie war schon immer meine zweite große Leidenschaft neben der Musik. Bis ich 25 war, war ich sehr unentschlossen, ob ich eine akademische Laufbahn einschlagen oder Musiker werden wollte. Schließlich hat die Musik sich durchgesetzt, aber ich lerne und schreibe weiterhin in meiner Freizeit. Ich durfte auch Seminare über Musikphilosophie halten.

Würden Sie sagen, dass Ihnen die Philosophie beim Verstehen oder Ergründen von Musik hilft?

Natürlich haben meine philosophischen Studien auch großen Einfluss auf meine Auseinandersetzung mit der Musik, aber das würde jetzt zu weit führen... (lacht)

Unser Publikum wird in unserem 4. Sinfoniekonzert drei Werke berühmter italienischer Barockkomponisten und nach der Pause ein großes Werk der Klassik eines deutschen Komponisten, nämlich Beethovens 1. Sinfonie, zu hören bekommen. Wenn Sie dieses Programm kurz beschreiben sollten, was würden Sie sagen, was erwartet unser Publikum an diesem Konzertabend, und auf was freuen Sie sich persönlich besonders?

Im ersten Teil des Konzerts begegnen wir drei Giganten des italienischen Barock. Man kann sagen, dass die Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts mit Corelli geboren wurde. Sie wurde zum beliebtesten Nachahmungsmodell der Komponisten dieser Epoche. Geminiani, sein Schüler, geht so weit, diese neu zu schreiben - und es ist nicht etwa ein Korrigieren, sondern eine Huldigung! Er arbeitete die Musik des Meisters so um, dass er zum Beispiel ein Stück für Violine zu einem durchgehenden Concerto grosso formte. Auch die Musik Vivaldis ist eine Weiterentwicklung dessen, was mit Corelli begann. Die Geige, die der unbestrittene Star der Musik des 18. Jahrhunderts ist, erreicht mit Vivaldi, dem „roten Priester“, ihren Höhepunkt in Technik und Ausdruck.

Ich freue mich sehr darauf, mit den Thüringer Symphonikern Beethovens 1. Sinfonie spielen zu dürfen. Natürlich wird meine Lesart auch hier wieder von meinem philologischen Ansatz beeinflusst werden. In diesem Meisterwerk gibt es viele Anklänge an Haydn, Mozart und die Mannheimer Schule. Doch diese Musik war bereits zukunftsweisend und überrascht uns wie schon damals seine Zeitgenossen hinsichtlich ihrer Modernität.
Gleichzeitig möchte ich dem Publikum eine vielleicht etwas „italienischere“ Interpretation des großen deutschen Repertoires bieten. Die Beurteilung des Ergebnisses überlasse ich dann dem Zuhörer!

 

Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview und freue mich auf das Konzert!

 

Das Interview führte und übersetzte aus dem Italienischen Johanna Muschong.

Das Idealbild einer Primaballerina

12.01.2015

Am vergangenen Samstag feierte das zauberhafte Ballett "Giselle" bei uns seine Premiere.

Schon morgen, den 13. Januar, um 15 Uhr haben Sie die nächste Möglichkeit, das Stück über eine leidenschaftlichen Liebe, die über den Tod hinausgeht, zu sehen. Um sich ein wenig Appetit zu holen, können Sie hier und hier die grandiosen Kritiken nachlesen.

Ein frohes neues Jahr!

02.01.2015

Wir freuen uns auf die Gäste der kommenden Woche in Ihrem Theater Rudolstadt.

Starten Sie mit viel Witz und dem Kabarett »Fettnäppchen« aus Gera in das neue Jahr. Am Samstag, dem 3. Januar, um 19.30 Uhr heißt es: »Frieda, Freude, Eierkuchen«.

Am Montag, dem 5. Januar, um 18 Uhr sehen Sie mit dem Gastspiel »Tschick« des DNT Weimar zwei jugendliche Ausreißer auf dem abenteuerlichen Weg zum Erwachsenwerden.

Die erste Premiere des Jahres feiern wir am Samstag, dem 10. Janaur, um 19.30 Uhr im Großen Haus mit dem Ballett »Giselle«, in Kooperation mit dem Theater Nordhausen.

Die neue CAROLINE ist da!

29.12.2014

Werfen Sie einen ersten Blick in die Januar-Februar-Ausgabe unserer Theaterzeitung.

Sie können ganz bequem online blättern oder das komplette Magazin downloaden.

Schwerpunkte: Premierenvorschau »Faust_Eins« / Kostüm- und Bühnenbildner Frank Hänig über seine Arbeit am »Faust« / Geht nicht, gibt's nicht! Chefmaskenbildnerin Caroline Höpfner stellt ihren Arbeitsplatz vor/ Es tanzt und singt »Giselle« und »Die lustigen Weiber von Windsor« / RADIO_AKTIV stellt sich vor

Eine neue Bildergalerie ist online.

19.12.2014

»Was bin ich?« (46) mit Reiner Schöne

Die beliebte Rateshow ging nun bereits in die 46. Runde. Die schönsten Bilder der vergangenen Veranstaltung mit Stargast Reiner Schöne finden Sie in der Bildergalerie.

Kantinengespräch mit Reiner Schöne

18.12.2014

Zur 46. Veranstaltung von "MMM-Was bin ich?" begrüßten wir den Schauspieler und Sänger Reiner Schöne bei uns. Wir trafen ihn zum Interview in der Kantine.

 

Was haben Sie heute gemacht?

Auf der Fahrt nach Rudolstadt habe ich im Zug viel telefoniert. Unter anderem mit meiner Agentur, da derzeit einige Anfragen für meine Musik, aber auch in Sachen Schauspiel, eintreffen. Dann habe ich ein Drehbuch für eine Kinderserie gelesen. Natürlich habe ich mich auch auf den Abend gefreut.

Wo kommen Sie gerade her?

Aus dem Hotelbett.

Waren Sie schon einmal in Rudolstadt?

Ich bin in Weimar aufgewachsen. Als Kind bin ich mit Freunden von Weimar nach Rudolstadt mit dem Fahrrad gefahren. Dort haben wir uns die Porzellanmanufaktur Volkstedt angesehen.

Was ist Ihnen bei der Ankunft als Erstes aufgefallen?

Rudolstadt erscheint mir größer, als ich es in Erinnerung hatte. Die Häuser wurden liebevoll restauriert, das ist sehr schön. Ich habe mich auch direkt an die Heidecksburg erinnert, denn dort war ich auch als Kind mit meinen Eltern.

Wobei vergessen Sie die Zeit?

Wenn ich schreibe, ob Bücher, Musik oder Songtexte. Bei kreativer Arbeit denkt man einfach nicht mehr an die Zeit.

Wann platzt Ihnen der Kragen?

Bei unfreundlichen und rücksichtlosen Auto- oder auch Radfahrern flippe ich aus. Das gefällt meiner Frau leider gar nicht. Vor allem, wenn die Kinder mit im Auto sitzen.

Welchen Beruf hätten Sie ergriffen, wenn Sie nicht das geworden wären, was Sie jetzt sind?

Ich wollte bis ins Jugendalter immer Seemann werden. Aber meine damalige Liebe meinte, dass sie dann Strohwitwe wäre und da sagte ich: „stimmt!“ und habe den Wunsch abgelegt. Ich stand eines Tages vor dem DNT in Weimar und dachte: „Das ist sicher geil da drin!“. So kam ich auf die Idee, Schauspieler zu werden.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Die Kreativität, aber vor allem das Lachen der Besucher. Es ist unglaublich, dass ich Menschen mit meiner eigenen Kunst begeistern kann.

Würden Sie etwas an Ihrem Leben ändern?

Nein. Na gut, vielleicht, dass es alles ein bisschen weniger chaotisch liefe. Und dass ich bewusster mit meinem Geld umginge.

Was war Ihre letzte gute Tat?

Im vergangenen Sommer habe ich einem Mann, der offensichtlich nichts hatte, mein Hemd geschenkt und ihn auf ein Essen eingeladen.

Was würden Sie Kindern heute mit auf den Weg geben?

Always share! Meinen Kindern präge ich immer wieder ein, dass sie alles teilen sollen. Egoistische Züge kann ich nicht ertragen.

 

Das Gespräch führte Lisa Stern

Ein neues Video ist online.

17.12.2014

Den Trailer zu »Staatsfeind Kohlhaas« finden Sie hier.

Der Feuervogel beim 3käsehoch

15.12.2014

Mit Spannung lauschten Kinder, Eltern und Großeltern dem zweiten Teil des russischen Märchens „Das buckelige Pferdchen“.

Im Zentrum der 3käsehoch-Veranstaltung am vergangenen Sonntag stand der Feuervogel. Nach einer kleinen Tanzeinlage zur Ballettmusik von Igor Strawinsky verwandelte sich das theater tumult in eine Bastelwerkstatt. Aus Kartons, vielen Papierschlangen und bunten Folien zauberten die Kinder ihren Feuervogel, den sie am Ende mit vereinten Kräften einfingen.

Am 1. März 2015 folgt Teil 3 des russischen Märchens, um Iwan und das bucklige Pferdchen.

Theater und Orchester auf Liste des immateriellen Kulturerbes Deutschlands

12.12.2014

Die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft zählt ab sofort offiziell zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands.

"In der Vielfalt künstlerischer Angebote und Darstellungsformen eröffnen Theater und Orchester jene, immer rarer werdenden Räume der Teilhabe eines gemeinsamen Erlebens und lebendigen Austauschs. Theater- und Orchesterkunst agieren jenseits der Notwendigkeit rationalen Handelns und Verhandelns, der Bestimmung kausalen und zielgerichteten Denkens auf einem gesellschaftlichen Feld, das sich auszeichnet durch emotionale Erfahrung, durch das wiederkehrende und immer gegenwärtige Spiel mit dem Unerwarteten, Experimentellen, dem noch nicht Gedachten", lautet die Beschreibung der Deutschen Unesco-Kommission. Der Deutsche Bühnenverein hatte sich für eine Aufnahme der Theater und Orchester in die Weltkulturerbe-Liste eingesetzt, was über die jetzt beschlossene Aufnahme auf nationaler Ebene noch hinaus gehen würde.

Über das Verzeichnis entschied eine unabhängige Expertenkommission; es ging aus insgesamt 83 Vorschlägen hervor. Alle 27 Gruppen auf der Liste dürfen für ihre nicht-kommerzielle Arbeit nun ein Logo nutzen, das für das Motto der Unesco-Konvention in Deutschland steht: "Wissen. Können. Weitergeben."

Überdies wurde die Genossenschaftsidee für die internationale Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit (Weltkulturerbe) nominiert und wird im März 2015 als erster deutscher Vorschlag eingereicht. 

(Quelle: www.unesco.de / ape)

Adventskalender

05.12.2014

Die knarzende 5. Tür unseres Weihnachtskalenders öffnet sich … 

... dahinter verbergen sich 2 Karten für das Weihnachtskonzert am 7. Dezember, um 17 Uhr in der Schlosskapelle Saalfeld. Wir laden Sie zu stimmungsvoller Musik und nordischen Geschichten.

Beantworten Sie uns folgende Frage: Wann wurde Edvard Grieg geboren?
Ihre Antwort schicken Sie einfach an presse@theater-rudolstadt.de oder als persönliche Facebook-Nachricht. Viel Glück!