Steffen Mensching wurde 1958 in Berlin (Ost) geboren, im Alter von 21 Jahren veröffentlichte er seine ersten Gedichte, die dank Witz und Präzision nichts Anfängerhaftes besaßen. Er begann ein Studium der Journalistik, das er wieder aufgab, studierte Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität, schrieb eine Diplomarbeit über Walter Benjamins Passagen-Werk. Als Autor und Akteur gehörte er zum Liedertheater „Karls Enkel“, das in seinen Programmen das Grau-in-Grau der DDR von links, romantischanarchistisch kritisierte. Sein erster Gedichtband „Erinnerung an eine Milchglasscheibe“ ist viel gelobt worden, doch das öffentliche Bild des Autors war von seinen Auftritten als Clown geprägt, die er gemeinsam mit Hans-Eckardt Wenzel absolvierte. Der Abschied vom Kommunismus, von der DDR wurde ihr großes Thema. 1991 kam ihr gemeinsamer Film „Letztes aus der DaDaEr“ ins Kino. Im Jahr 1991 erschien Menschings Roman „Pygmalion“, und 2001 gab er im Aufbau-Verlag Rudolf Leonhards „Traumbuch des Exils“ unter dem Titel „In derselben Nacht“ heraus. Der Roman „Jacobs Leiter“ erschien im Frühjahr 2003. Im Herbst 2005 erschien im Aufbau-Verlag der Roman „Lustigs Flucht“. Mensching erhielt im November 1989 den Heinrich-Heine-Preis der DDR, später den Deutschen Kleinkunstpreis der Stadt Mainz sowie den Kabarettpreis der Stadt Nürnberg.
Ab der Spielzeit 2008/09 ist Steffen Mensching Intendant am Theater Rudolstadt.