Oliver Weder Chefdirigent, Toni Steidl Gastdirigent, Thomas Herm Assistent des Chefdirigenten/Orchesterbüro, Hristo Nedialkov Orchesterwart
1.Violinen:
N. N. Konzertmeister, Christian Tanasescu und Kyli Dodds stellv. Konzertmeister, Plamen Stoianov Vorspieler, Florin Ghita, Martin Danner, Judith Volkmar, Tirov Sima
2.Violinen:
Falk Oswald Stimmführer, Radu Nistor stellv. Stimmführer, Markus Gannott Vorspieler, Hans-Jörg Ehlers, Hagen Lusche, Dieter Truxa
Bratschen:
Georgie Georgiew Solobratschist, Elisa Ragli koordinierte Solobratschistin, Regina Bergelt stellv. Solobratschistin, Hartmut Lusche
Violoncelli:
Grita Bühler Solocellistin, Ralf Sprenger stellv. Solocellist, Dorina Krastev, Daniela Zabloschi
Kontrabässe:
Friedbert Quandt Solobassist, Alberto Travagli stellv. 1. Solobassist
Flöten:
Andreas-Michael Böcking Soloflötist, Sigrun Dobernecker stellv. Soloflötistin, Tamara Janotte
Oboen:
Johanna Demme Solooboistin, Andreas Heise
Klarinetten:
Balazs Taiger Soloklarinettist, Wolfgang Köhler stellv. Soloklarinettist
Fagotte:
Kristian Petkov Solofagottist, Danut Bighiu
Hörner:
Volodia Nikolov Solohornist, Andreas Will, N. N.
Trompeten:
Reinhard Mäurer Solotrompeter, Evgeny Liatte
Posaunen:
Ioan Andreca Soloposaunist, Uwe Firl
Schlagwerk:
Dimitrij Nedelev Solopauker
Harfe:
Gisela Sieber Soloharfenistin
Das Orchester der einstigen schwarzburgischen Fürstenresidenz Rudolstadt ist eines der ältesten in Deutschland. Die erste urkundliche Erwähnung der Rudolstädter Hofkapelle datiert aus dem Jahr 1635. Berühmte Hofkapellmeister und Komponisten wie Philipp Heinrich Erlebach (1657–1714) und Traugott Maximilian Eberwein (1775–1831) leiteten das Orchester in seiner Anfangszeit und sorgten für ein reiches, weltoffenes Musikleben. So brachte Eberwein von 1808 an zahlreiche neue Werke Beethovens in Rudolstadt zur Aufführung, darunter auch 1827 die 9. Sinfonie.
In dem 1793 eröffneten Rudolstädter Theater, das von 1794–1803 durch das von Goethe geleitete Ensemble des Weimarer Hoftheaters bespielt wurde, begleitete die Hofkapelle von Anfang an sämtliche Opernaufführungen. Viele Opern kamen hier bereits kurz nach ihrer Uraufführung auf die Bühne, darunter Webers »Freischütz« (1822), Aubers »Stumme von Portici« (1828) und Wagners »Tannhäuser« (1855). Richard Wagner gastierte sogar selbst 1834 als junger Musikdirektor der Bethmannschen Operntruppe sechs Wochen lang in Rudolstadt. Berühmte Gäste in den Rudolstädter Konzerten waren u. a. 1829 Niccolò Paganini und 1844 Franz Liszt. 1928 dirigierte Eugen d'Albert seine Oper »Die toten Augen« auf der Rudolstädter Heidecksburg.
1919 erhielten Theater und Orchester den Status einer Landesbühne bzw. Landeskapelle. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wirkten mit Otto Hartung, Ernst Wollong (dem Initiator der legendären »Historischen Musikfeste« in den 20er und 30er Jahren) und Hans Swarowski bedeutende Dirigenten als musikalische Leiter der Landeskapelle in Rudolstadt. Anfang der 90er Jahre wurde mit den »Rudolstädter Festspielen«, in deren Mittelpunkt das kompositorische und musikdramatische Werk Siegfried Wagners stand, die Rudolstädter Festspieltradition neu belebt. 1992 kam es zur Fusion der Rudolstädter Landeskapelle mit dem seit 40 Jahren bestehenden Staatlichen Sinfonieorchester der benachbarten Stadt Saalfeld zu den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt.
Seit 1997 ist Oliver Weder Chefdirigent dieses Orchesters, das in beiden Städten ein umfangreiches Programm an Sinfonie- und Schlosskonzerten sowie zahlreiche Sonder-, Jugend- und Kinderkonzerte gibt. Darüber hinaus begleitet das Orchester die Musiktheateraufführungen im Theater Rudolstadt, ursprünglich als Teil eines Drei-Sparten-Hauses und zwischen 1995 und 2003 in einer erfolgreichen Fusion mit dem Theater Eisenach. Seit der erneuten Selbstständigkeit des Theaters Rudolstadt gestalten die Thüringer Symphoniker den Musiktheaterspielplan in Kooperation mit dem Musiktheaterensemble des Theaters Nordhausen sowie mit Eigenproduktionen und einer viel beachteten Zusammenarbeit mit den Musikhochschulen in Weimar und Mainz. Überregional profilierten sich die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt in den vergangenen Jahren mit regelmäßigen Konzertgastspielen u. a. in Hessen, Bayern, Niedersachsen oder Baden-Württemberg (bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen) und einer Reihe von CD Einspielungen mit Opern von Siegfried Wagner und Instrumentalwerken der historischen Rudolstädter Musiktradition. 2008 und 2009 folgten Fernsehaufzeichnungen für den MDR und Arte.