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Eine Familie

Schauspiel von Tracy Letts
Premiere am 21. November 2009, Großes Haus

Momente der Geborgenheit, glückliche Erinnerungen, liebende Sorge für die  Nachkommen. Das ist die Familie. Aber es gibt auch die Kehrseite der Medaille: widerstreitende Interessen, lähmende Verpflichtungen und gestaute Frustrationen. »Familien, ich liebe euch«, schreibt der französische Philosoph Luc Ferry. »Familien, ich hasse euch!«, stellt ihm sein Landsmann, der Schriftsteller André Gide, entgegen.
Tracy Letts‘ Stück, das am Broadway rauschende Erfolge feierte und in dieser Theatersaison an vielen deutschen Bühnen aufgeführt wird, beginnt fast altmodisch: Die Ehe der Westons ist kaputt. Sie nimmt Aufputschmittel und er trinkt. Als das Familienoberhaupt eines Tages plötzlich verschwindet, übernimmt seine Frau das häusliche Regiment. Für ihre neue Rolle als Drachenmutter sind die tief sitzenden Kränkungen und Lebenslügen der angereisten Verwandtschaft genau das passende Kanonenfutter. Soll doch alles den Bach runter gehen!

Wie ein großer Dompteur kitzelt Tracy Letts das gefährliche, schlafende Raubtier „Familie“. Aus dieser Erweckung entstehen eine Unmenge tragisch-komischer Konstellationen. Das Stück, welches gleich 13 Schauspielern Paraderollen bietet, ist so abgründig wie witzig und ein verblüffender Mix aus der psychologisch-amerikanischen Dramentradition des 20. Jahrhunderts und der modernen Soap-Opera mit ihren temporeichen Comedy-Dialogen.


Regie:  Herbert Olschok
Ausstattung:  Sabine Pommerening

Beverly Weston:  Horst Damm
Violet Weston, Bevs Frau:  Ute Schmidt
Barbara Fordham, Bevs und Violets Tochter:  Verena Blankenburg
Bill Fordham, ihr Mann:  Rayk Gaida
Ivy Weston, Bevs und Violets Tochter:  Charlotte Ronas
Charlie Aiken, Matti Faes Mann:  Hans Burkia
Little Charles Aiken, ihr Sohn:  Benjamin Griebel
Johnna Moneteva:  Anne Kies
Sheriff Deon Gilbeau:  Joachim Brunner
Steve Heidebrecht, Karens Verlobter:  Markus Seidensticker

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