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Der gute Tod

Schauspiel von Wannie de Wijn (Deutsche Erstaufführung)
Premiere am 18. September 2010, Großes Haus


Darf ein Mensch entscheiden, wann er gehen will? Wannie de Wijns Stück behandelt ein heikles Thema: Euthanasie (griechisch: ευθανασία, von eu – gut, richtig, leicht, schön und thanatos – der Tod).

Die Geschichte spielt in den Niederlanden, wo Sterbehilfe unter bestimmten Bedingungen legal ist. Der Entschluss des schwerkranken Bernhard Keller steht fest. Rettung gibt es nicht, er will seine Schmerzen überwinden. Den Abschied möchte er nicht in der Einsamkeit und Anonymität einer Klinik begehen, sondern daheim und im Kreise seiner Familie. Am Vorabend des Tages X treffen in Bernhards Haus seine Geliebte, die jüngeren Brüder und seine Tochter ein. Ein befreundeter Arzt soll die erlösende Spritze verabreichen. Die Entscheidung des Kranken führt zu harten Auseinandersetzungen innerhalb der Familie. Nicht alle können den Wunsch, in Würde zu sterben, respektieren. Nur in einem ist man sich einig: Bernhards letzter Abend soll ein Fest für das Leben, keine Totenfeier werden. Mit Musik und Alkohol versuchen die Anwesenden, das unerbittliche Ticken der Uhr zu übertönen. Aber der nächste Morgen rückt näher …

Der niederländische Autor, Regisseur und Schauspieler Wannie de Wijn hat ein berührendes Theaterstück voll von melancholischer Schönheit und tiefem menschlichen Humor geschaffen, das keine Sekunde sentimental wird oder in die Banalität abgleitet. »Der gute Tod« ist mehr als ein Plädoyer für das Recht auf Sterbehilfe. In erster Linie ist es ein Aufruf dazu, selbst in den schwierigsten und unerträglichsten Situationen nicht die Lebensfreude, die Liebe und das Lachen zu verlieren.

Spieldauer: 2h 15


Regie:  Jens Schmidl
Ausstattung:  TOTO

Bernhard Keller:  Joachim Brunner
Michael Keller:  Markus Seidensticker
Ruben Keller:  Marcus Ostberg
Sam Keller:  Laura Göttner
Hannah:  Charlotte Ronas
Robert:  Horst Damm

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