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Der Wildschütz

Komische Oper von Albert Lortzing
Premiere am 23. Oktober 2010 | Großes Haus
Kooperation mit dem Theater Nordhausen


»Der Wildschütz« ist ein Glanzstück der deutschen komischen Spieloper. Das 1842 von Albert Lortzing komponierte Werk lebt von pointierten Dialogen und Musiknummern, die zu echten Evergreens wurden (z. B. die Arien »Fünftausend Taler« und »Fröhlichkeit und Heiterkeit«). Der Charme und die Leichtigkeit seiner Vertonung bezaubern und lassen eine Nähe zu Mozart aufkommen. Lortzings Komik allerdings ist viel direkter. Das Libretto basiert auf Kotzebues erfolgreichem Lustspiel »Der Rehbock«. Lortzing erfand nicht nur einen urkomischen Haushofmeister hinzu, sondern auch den Schulmeister Baculus, der eine Nebentätigkeit als Wilderer betreibt. Ausgerechnet zum Verlobungsfest erfährt er von seiner Entlassung als Lehrer, weil er im Tiergehege des Schlosses einen Rehbock geschossen hat! Jetzt soll Gretchen, seine junge Braut, den Grafen überreden, die Kündigung zurückzunehmen. Doch der eifersüchtige Baculus stellt dem Grafen lieber einen Studenten als seine Braut vor. Diese List stürzt das Liebesleben der Herrschaft in einige Verwirrung.

Wie alle Werke Lortzings beruht auch »Der Wildschütz« auf Verkleidung, Verwechslung, Verstellung und Rollenspiel. Der versierte Theaterpraktiker war ein künstlerisches Multitalent: Komponist, Librettist, Schauspieler, Sänger sowie Dirigent. Er verstarb, noch nicht fünfzig Jahre alt, verbittert und in tiefster Armut. Lortzings Großvater stammte übrigens aus dem thüringischen Ohrdruf.

Spieldauer: 2h 30


Bühne:  Bernhard Niechotz
Kostüme:  Katrin Kammann
Musikalische Leitung:  Oliver Weder
Inszenierung:  Kerstin Weiß

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