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Pension Schöller

Schwank in drei Akten von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby
Premiere am 29. Januar 2011 | Großes Haus


Eine Hotelhalle in Berlin: Ein ausgemusterter Major, eine schrullige Schriftstellerin, ein Möchtegern-Schauspieler mit Sprachfehler – er rezitiert dauernd Verse von »Othenno« – und ein weltenbummelnder Wissenschaftler gehören zum illustren Personal der Pension Schöller. Der Besitzer dieses Etablissements hat zudem eine schöne Tochter, die der junge Alfred Klapproth vom Fleck weg heiraten würde, wenn er sich das Unternehmen Ehe leisten könnte. In diesem Moment trifft sein erlebnishungriger Onkel Philipp in der Hauptstadt ein. Er ist besessen von dem Wunsch, ein paar echte Verrückte kennen zu lernen. Koste es, was es wolle. Kurzerhand deklariert Alfred die Pension Schöller zur Irrenanstalt und die Gäste zu schweren Fällen. Das Täuschungsmanöver klappt, der Onkel amüsiert sich prächtig unter den Wahnsinnigen. Aber der Spaß hat seinen Preis. Zurück in der Provinz kann der Hauptstadt-Tourist mit seinen verrückten Geschichten am Stammtisch angeben, doch als die Patienten leibhaftig auftauchen, ist Schluss mit Lustig. Die lieben Irren mischen die ländliche Idylle tüchtig auf und rauben dem Onkel bald den letzten Nerv …

»Pension Schöller« gilt als der Schwank unter Schwänken und ist seit seiner Uraufführung 1890 bis heute ein Kassenschlager. Das turbulente Stück, mit wunderbar schrägen Rollen für Schauspieler, strotzt vor temporeichen Dialogen und aberwitziger Situationskomik. Die Folge: Die Schranke zwischen Wahnsinn und Normalität gerät mehr und mehr ins Wanken. »Ha! Ihr wonnt mich nicht hören?! Ihr wonnt nicht, dass ich euch etwas vordeknamiere?! Aber Ihr sonnt noch von mir hören, ihr bnöden Naffen.« In diesem Sinne: Gute Unterhantung!


Spieldauer:  2 h | Videotrailer


Regie:  Martin Pfaff
Ausstattung:  Brigit Kofmel

v. Mühlen, Mayor a.D.:  Markus Seidensticker
Josephine Zillertal, Schriftstellerin:  Verena Blankenburg
Prof. Bernhardy, weltreisender Wissenschaftler:  Joachim Brunner
Ida Klapproth, Schwester von Philipp:  Ute Schmidt
Philipp Klapproth, Gutshofbesitzer aus Kyritz:  Marcus Ostberg
Schöller, Inhaber der Pension:  Horst Damm

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