Gioacchino Rossini | Ouvertüre »La scala di seta« (1812)
Gioacchino Rossini | Variazioni »Une larme« für Violoncello und Orchester (1858)
Camille Saint-Saëns | Introduction und Rondo capriccioso für Violine und Orchester op. 28 (1863)
Joseph Haydn | Konzert für Klavier und Orchester G-Dur Hob XVIII:4 (vor 1782)
Ludwig van Beethoven | Konzert für Violine, Violoncello und Klavier mit Orchester C-Dur op. 56 »Tripelkonzert« (1804)
Mendelssohn Trio Berlin (Uta Kunert, Violine; Ramon Jaffé, Violoncello; Andreas Frölich, Klavier) | Musikalische Leitung: Oliver Weder
Beethovens »Tripelkonzert« war lange Zeit trotz seiner Heiterkeit und tänzerischen Sehnsucht das hässliche Entlein seiner Konzertkompositionen. Das Werk lag quer zum Publikumsgeschmack der Romantik, in der das Gegenüber von nur einem Solisten und großem Orchester als vorherrschendes Klangideal gefestigt wurde. Beethoven griff mit seinem Stück die über 100 Jahre aus der Mode gekommene Tradition des multiinstrumentalen Konzertes wieder auf. Es ist eine Wonne zu hören, wie er die Form von Grund auf erneuert. Jeder Solist erhält genügend Raum, gleichzeitig werfen sich die vier Partner mit mozartischer Leichtigkeit musikalisch die Bälle zu.
Die Variationen »Une larme« für Violoncello und Klavier (bearbeitet für Streicher) zählen zu den Werken, die Gioacchino Rossini komponierte, nachdem er aufgehört hatte, Opern zu schreiben. Das elegische Thema wird von ihm auf eigenwillige und höchst unterschiedliche Weise durchgeführt: vom Heroischen über virtuose Kadenzen bis hin zum imitierten Opernduett.
Introduktion und Rondo capriccioso widmete Camille Saint-Saëns dem virtuosen Geiger Pablo de Sarasate. Beide Musiker hatten bereits für Saint-Saëns’ 1. Violinkonzert zusammengearbeitet, und so kannte der Komponist die außerordentlichen Fähigkeiten des spanischen Stars.
Mit dem Konzert G-Dur für Klavier und Streicher bewies Joseph Haydn, dass er nicht nur als Schöpfer von Streichquartetten ein Meister war. Noch heute feiert die Kritik das Stück als »hinreißendes, farbig schillerndes Wunderwerk«.
