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6. Sinfoniekonzert

»Die Suche nach Vollendung« - Werke von Antonín Dvorák und Anton Bruckner 


Antonín Dvorák
/ Klavierkonzert g-Moll op. 33 (1876)
Anton Bruckner / 3. Sinfonie d-Moll (1877)

Olga Scheps, Klavier

Manche Werke gehen wie von selbst von der Hand, andere werden immer wieder zur Hand genommen und korrigiert. So geschah es Anton Bruckner mit seiner 3. Sinfonie. Nachdem die Wiener Philharmoniker das Werk mit der Begründung, es sei »unspielbar«, ablehnten, beschloss Bruckner, die Richard Wagner gewidmete Sinfonie noch einmal umzuarbeiten. Bis zu ihrer Vollendung sollten fast 18 Jahre vergehen. Die Korrekturen veränderten auch den Kern des Stückes, die Hommage für den Genius Wagner verlor sich mehr und mehr, Fragen der menschlichen Existenz rückten ins Zentrum. Als Bruckner eines Abends über die Wiener Ringstraße ging, lief er an einem Haus vorüber, dessen Besitzer, ein wohlhabender Architekt, gerade verstorben war. Im Nachbarhaus erklang Tanzmusik. »Sehen Sie«, soll Bruckner zu seiner Begleitung gesagt haben, »hier im Hause großer Ball – daneben liegt im Sühnehaus der Meister auf der Totenbahre! So ist’s im Leben, und das habe ich im letzten Satz meiner dritten Sinfonie schildern wollen«. Auch Antonín Dvo?ák tat sich schwer mit seinem Konzert für  Klavier und Orchester in g-Moll. Nach schwungvollem Beginn feilte der Meister noch sieben  weitere Jahre an seinem Werk. Mit Anklängen an Schumann und Brahms sowie böhmischem Lokalkolorit glückte ihm letztlich eine Komposition voll romantischen Überschwangs und  unverwechselbarer Farbtöne.

Solistin des Abends ist die deutsch-russische Künstlerin Olga Scheps. 2010 erhielt sie für ihre Debüt-CD »Chopin« den Echo- Klassik-Preis als beste Nachwuchspianistin.

 
Musikalische Leitung  Oliver Weder