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Die Leiden des jungen Werther

Ein Schauspiel nach dem Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe (15+) 
In einer Fassung von Gabriela Gillert
Kooperation mit dem Landestheater Eisenach
Premiere am 17. Oktober 2017, Theater im Stadthaus 

 

Kaum ein Gefühl ist stärker und fordernder als die Liebe. Sie kann einen in den siebenten Himmel heben oder – wie Goethes Werther – an den Rand des Wahnsinns treiben. Der junge Rechtspraktikant Werther begegnet seiner »engelsgleichen« Lotte auf einem Tanzabend. Ihre Herzen schlagen füreinander, doch sie ist bereits Albert versprochen. Werthers Versuch, sich aus der wachsenden wie aussichtslosen Leidenschaft zu lösen, misslingt. Er berichtet seinem Freund Wilhelm in zahllosen Briefen von seiner Seelenqual. Sie zeigen ihn als hoffnungslos Liebenden, der innerlich zerrissen wird von der Unkontrollierbarkeit seiner Gefühle, seinem Hass auf die bornierte Wirklichkeit und seiner Einsamkeit, die ihm das Gefühl gibt, ewiger Außenseiter zu sein. So endet Werthers Liebesrausch in dem Moment, als er erkennt, dass man die Realität nicht wegträumen kann, in der für ihn einzig möglichen Konsequenz: seinem Freitod.

Mit seinem Briefroman »Die Leiden des jungen Werther« gelang dem 25-jährigen Johann Wolfgang Goethe der Durchbruch als Dichter des Sturm und Drang. Mit keinem anderen Werk wurde der Autor zeitlebens so populär. Zensur und Verbot konnten die Faszination dieses »Büchleins« seit seinem Erscheinen 1774 nicht aufhalten. Zu Recht: Denn die tragische Geschichte Werthers steht stellvertretend für die immerwährende Suche einer jungen Generation nach sich selbst und der »Wahrheit der Liebe«.

Spieldauer: 2 h 40 | eine Pause

Fotos: Sebastian Stolz/filmwild

 
Regie: Gabriela Gillert   
Bühne und Kostüme: Helge Ullmann   
Dramaturgie: Stephan Rumphorst   
 
Charlotte: Kristin Heil   
Werther: Fritjof Bundel   
Albert: Michael J. Mayer