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Spielplan











Eine heikle Sache, die Seele

Stück von Dimitré Dinev (Deutsche Erstaufführung) 
Premiere am 21. November 2015, Großes Haus 

Trailer


»Alle geglückten Beerdigungen sollten misslingen«, hoffte Heiner Müller. Ob Dimitré Dinev vom frommen Wunsch seines Dramatikerkollegen weiß, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall gelang dem bulgarischen Autor ein bizarres Theaterstück, das einen sehr vitalen Umgang mit dem Tod im Auge hat. Eine Leiche, eine illustre Trauergemeinde, viel Wodka und jede Menge Musik – mehr braucht er nicht dazu. Der lebensfrohe Nikodim Stavrev, Bauarbeiter von Beruf, ist bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Weil der Gastarbeiter keinen Cent in der Tasche hat, wird seiner Seele die Überfahrt in die Unterwelt verweigert. »Hier gibt’s keine Ausnahmen. Alle müssen zahlen!«, kriegt er von Charon, dem Fährmann, zu hören. Daheim hat man mehr Mitgefühl für den Verstorbenen. Pavlina, seine Ehefrau, bestellt für die  traditionelle Totenwache eine professionelle Klagefrau. Damit die Seele ihres Mannes keinen Schaden nimmt, lädt sie zusätzlich seine Arbeitskollegen ein. Die sollen den Aufgebahrten behüten, während sie die Kinder zum Einschlafen wegbringt. In ihrer Abwesenheit gerät die Trauerfeier mehr und mehr zu einer feucht-fröhlichen Orgie. Mit Balkan-Sound im Ohr und Hochprozentigem im Blut lässt sich trefflich über Sinn und Unsinn des Daseins philosophieren, bis, in der Morgendämmerung, die Grenze zwischen Leben und Tod zusehends verwischt …

Dimitré Dinev, 1968 in Plovdiv geboren, lebt derzeit in Wien. Seit 1992 verfasst er in deutscher Sprache Drehbücher, Theaterstücke und Prosa.

 

Wir danken der Rudolstädter Systembau GmbH  für die Unterstützung im Rahmen ihrer Stückpatenschaft.

Spieldauer: 1 h 50 | keine Pause

 
Regie  Herbert Olschok
Bühne und Kostüme   Sabine Pommerening
Musikalische Einstudierung  Thomas Voigt,  Schnaftl Ufftschik
Dramaturgie  Michael Kliefert,  Udo Eidinger
 
Nikodim Stavrev (ein toter Bauarbeiter)  Jakob Köhn
Pavlina Stavreva (seine Ehefrau)  Verena Blankenburg
Josef Schutt (Vorarbeiter am Bau)  Johannes Arpe
Bora Soric (Bauarbeiter)  Markus Seidensticker
Virgil Mistrianu (Bauarbeiter)  Marcus Ostberg
Zeko Zekov (arbeitslos)  Jochen Ganser
Sladka Srebreva (Klagefrau)  Carola Sigg
Nadeshda Prekupenko (Studentin)  Lisa Klabunde
Charon  Joachim Brunner
Musiker, Schnafftl Ufftschick   

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