Lokal Denken, Theater verschenken
Aktueller RSS-Feed Ihres Theaters in Rudolstadt. Ihr Theater Rudolstadt auf facebook. Ihr Theater Rudolstadt auf YouTube.
THEATERKASSE
(0 36 72) 42 27 66

Spielplan

  • August
  • September
  • Oktober
  • November












Faust_Eins

Ein Musik_Theater_Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe 
Musik u. a. von Alfred Schnittke und Hannes Pohlit
Premiere am 7. Februar 2015, Großes Haus 

Trailer zu »Faust_Eins«

»Eine zwieschlächtige, unruhige Erscheinung mit glänzenden Gaben und weitgesteckten Zielen« hieß ihn Brecht. Und Dichterkollege Gottfried Benn attestierte dem Faust »Geheimnis neben Geheimnis, und Abgrund und Tiefe, Kälte und sowohl lässige wie dämonische Erfahrung.« Wer ist dieser Mann? Ist nicht längst alles über ihn gesagt? Der Weimarer Dichterfürst selbst hob warnend den Finger: »Faust ist ein so seltsames Individuum, dass nur wenige Menschen seine inneren Zustände nachempfinden können.« Goethes Opus magnum ist ein Schlüsselwerk der europäischen Kulturgeschichte. Die Tragödie mit ihrem lakonischen Witz entfaltet prophetische Kraft bis heute: Unruhe, Selbstüberhöhung und Selbstverachtung, die Suche nach absoluter Erkenntnis, die Flüchtigkeit des Glücks und tiefe Einsamkeit; jene faustischen Grunderfahrungen sind Signum unserer modernen Existenz.

Mit der Gemeinschaftsproduktion von Schauspiel und Orchester wollen wir eine von den Theatern so gut wie vergessene historische Aufführungspraxis – den vielfältigen Anteil von Live-Musik und Gesang (fast 20 Prozent!) – wiederbeleben. Des Dichters eigener Wunsch war es, Mozart hätte den »Faust« vertont. Auch Beethoven hat die ernsthafte Absicht, eine große »Faust«-Musik zu schreiben. Zu alledem kam es leider nicht. Erste andere Kompositionen entstanden jedoch bereits zu Goethes Lebzeiten - von ihm selbst für Inszenierungen in Auftrag gegeben. Mittlerweile existieren zum »Faust« und der unendliche Fülle von  Bearbeitungen des Faust- Stoffes von über 650 Komponisten Vertonungen. Das musikalische Spektrum reicht dabei von der Oper bis zum Ballett, vom einfachen Lied bis zum Musical, von der Ouvertüre bis zur großen Sinfonie. In unserer Aufführung erklingen u. a. Auszüge aus Werken des berühmten russischen Polystilisten Alfred Schnittke (1934-1998) und Neuvertonungen des Leipziger Komponisten Hannes Pohlit.

 

Wir danken der Vattenfall Europe Generation AG  für die Unterstützung im Rahmen ihrer Stückpatenschaft.

 

Spieldauer: 3 h 30 | eine Pause

 
Inszenierung von Steffen Mensching und Michael Kliefert    
Musikalische Leitung  Oliver Weder
Bühne und Kostüme  Frank Hänig
Dramaturgie  Michael Kliefert,  Udo Eidinger
Musikalische Einstudierung der Lieder und Chöre  Thomas Voigt
Komposition der Neuvertonungen  Hannes Pohlit
Choreografische Mitarbeit   Julieta Figueroa
 
Theaterdirektor / Brander  Markus Seidensticker
Dichter / Valentin / Frosch  Marcus Ostberg
Lustige Person / Schüler / Siebel  Günther Sturmlechner
Faust  Steffen Mensching
Mephisto  Matthias Winde
Wagner / Satan  Johannes Arpe
Margarete  Lisa Klabunde
Marthe / Engel / Kellnerin / Hexe  Carola Sigg
Bürger  Johannes Arpe,  Joachim Brunner
Engel / Kellnerin / Hexe / Böser Geist  Ute Schmidt
Engel / Hexe / Margaretes Mutter  Annika Rioux
Bürgerchor / Hexenchor: Spielensemble und Extrachor   
Es spielen die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt   
Sopransoli, Annika Rioux   
Weitere Termine:
Sa, 13.01.2018 / 19:30 Uhr / Eisenach, Landestheater
Fr, 19.01.2018 / 19:30 Uhr / Eisenach, Landestheater
So, 21.01.2018 / 15:00 Uhr / Eisenach, Landestheater
So, 11.03.2018 / 15:00 Uhr / Eisenach, Landestheater
Fr, 23.03.2018 / 19:30 Uhr / Eisenach, Landestheater
Do, 29.03.2018 / 19:30 Uhr / Eisenach, Landestheater

Kritiken