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Freunde, das Leben ist lebenswert

Stück von Charles Lewinsky mit Musik von Franz Lehár u. a. 
Premiere am 30. April 2011 | Großes Haus
Gemeinschaftsprojekt von Schauspiel und Orchester 

Trailer


Es ist der 20. Januar 1934. In Wien kommt »Giuditta« von Franz Lehár zur Uraufführung. Die Arie »Freunde, das Leben ist lebenswert« erklingt zum ersten Mal. Der Librettist und Schlagerautor Fritz Beda-Löhner hat es allen Kritikern erneut gezeigt: Kitsch verkauft sich immer noch am besten. Er feiert den grandiosen Erfolg mit zwei guten Freunden, dem Musiker Hermann Leopoldi und dem Kabarettisten Fritz Grünbaum. Die drei Künstler ahnen nicht, wie unsicher und gefährdet ihre Zukunft ist. Vier Jahre später sitzen sie hinter Stacheldraht. Als Häftlinge im so genannten Schutzhaftlager auf dem Ettersberg bei Weimar schreiben Beda-Löhner und Leopoldi ein anderes berühmtes Lied: »O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen, weil du mein Schicksal bist« – so beginnt der Refrain. Während Leopoldi auf ein Visum zur Ausreise in die USA wartet, Grünbaum mit dem Tod Schabernack treibt, hofft der Librettist auf rettende Fürsprache durch den Operettenzar Franz Lehár. Sagte man ihm nicht einen direkten Draht zum Führer nach? Und liebte nicht Hitler »Das Land des Lächelns« angeblich mehr als den ganzen Wagner?

Der Schweizer Schriftsteller Charles Lewinsky gründet das Stück auf historische Fakten. Seine Farce über das abgründigste Kapitel deutscher Geschichte steht in der besten Tradition jüdischer Erzählkunst. Geschliffene Dialoge, tiefschwarzer Humor, überraschende Wendungen. Bitter gewürzt wird der Theaterabend durch unsterbliche Operettenmelodien.


Spieldauer 2 h 30 | Fotos: Christian Brachwitz

 
Regie  Alexander Stillmark
Musikalische Leitung  Thomas Voigt
Bühne und Kostüme  Volker Pfüller
Choreografie  Julieta Figueroa
 
Fritz Löhner-Beda   Charlotte Ronas
Karl Schultze-Prohaska  Marcus Ostberg
Fritz Grünbaum  Simone Cohn-Vossen
Hermann Leopoldi  Verena Blankenburg
SS-Hauptscharführer Sommer  Johannes Arpe
SS-Obersturmbannführer Rödl  Benjamin Griebel
SS-Hauptsturmführer Hartmann  Joachim Brunner
Bütefisch  David Engelmann
Dürrfeld  Hans Burkia
Ein Tenor  Jürgen Mutze
von Schirachs Stimme  David Engelmann

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